Aktuelles / News / Zahnärzte enttäuscht über Referentenentwurf (Juli 2011)
Zahnärzte enttäuscht über Referentenentwurf
Honoraranstieg wird minimal ausfallen
Als „Desaster für Zahnärzte“ hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung den vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Referentenentwurf der neuen privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) bezeichnet. Der größte Teil der seit Januar 1988 geltenden GOZ wird unverändert bleiben. Nur einige zahnärztliche Leistungen wurden neu aufgenommen, bei wenigen die Punktzahlen angeglichen. Der Honorarzuwachs wird voraussichtlich bei 6% liegen, eine generelle Punktwerterhöhung fand nicht statt. Damit wurden die Kostensteigerungen der letzten 23 Jahre nicht berücksichtigt.
Das einzig Positive an dem Entwurf der neuen GOZ: Die im Vorfeld diskutierte Öffnungsklausel, wonach private Versicherungsunternehmen mit Gruppen von Zahnärzten pauschale Sondervereinbarungen außerhalb der Gebührenordnung treffen können, ist vom Tisch. Die neue Gebührenordnung soll im Januar 2012 in Kraft treten. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik an der Entwurfsfassung auf fruchtbaren Boden fällt und die Bundesregierung noch einmal nachbessert.
ADVISION
Juli/2011
